Projekt Rumänien "BREASTA"

Als mir unsere Tierschutzpartnerin Beate Rost- kurz vor Weihnachten -Fotos von einer furchtbaren Tötungsanlage

in Rumänien schickte, da hab ich diese mit Entsetzen registriert und mich meinen täglichen Aufgaben gewidmet.

Jedoch sollte eines der Fotos, im Hirn eingebrannt, den Rest des Tages mich begleiten.

Das Foto zeigte einen scheinbar kranken Welpen, allein und verlassen, unbeachtet in einer Zwingeranlage.

Ich schaute mir die Fotos der Todeskandidaten erneut an und hakte nach. Und immer mehr.

Unser Team entschied sich schnell, dieser Welpe soll symbolisch für ein erbarmungsloses System in Rumänien,

in einer besinnlichen, vorweihnachtlichen Zeit seine Chance bekommen.

Podencorosa nahm Beates Hilfe in Anspruch und wenige Tage später konnte ELFIE herausgenommen werden.

Elfie, unser Weihnachtsengel! Elfie wurde in die Quarantänestation von Simona Cirnus Tierheim verbracht und erhält

die richtige medizinische Versorgung.

Elfie hat Staupe! Aber die Behandlung schlägt gut an und wir sind zuversichtlich, dass sie eines Tages nach Deutschland

reisen darf und über uns eine tolle Familie gefunden wird.

 

 

 

 

Elfie


Über diese Rettungsaktion freuten wir uns sehr, aber zeitgleich wurden wir mit einer aktuellen Liste der anstehenden Todeskandidaten in Breasta konfrontiert.

Unsere Planung war eine andere. Gemeinsam mit Suris Stiftung sollten in regelmäßigen Abständen Simonas Tierheim und Roxanas

Tierschutzhunde in Craiova unterstützt werden.

Doch jetzt zeichnete sich ein Bild der Grausamkeit und von der langen Liste blieben 6 Hunde übrig.

Nach einer weiteren schlaflosen Nacht stand unser Entschluss fest.

Wir können wissentlich diese 6 Hunde nicht sterben lassen und gaben Gail Souter, die dort seit langer Zeit ununterbrochen, pausenlos versucht so vielen Hundeseelen wie möglich zu helfen, den Auftrag diesen 6 Hunden einen Pensionsplatz zu suchen.

Es begann das große Zittern.

Völlig jungfräulich und unerfahren im rumänischen Tierschutz, konnten wir es kaum glauben, dass in den letzten 8 Monaten

900 Hunde in Breasta zur Tötung freigegeben wurden.

 

 

Und kaum kam die gute Nachricht, alle 6 Hunde kamen unter, da wurde auch gleich die neue Liste mit den Todeskandidaten veröffentlich.

Über 20 Hunde. So konnte es doch nicht immer weiter gehen?

Ein Kampf gegen Windmühlen.

Es gründete sich eine WhatsApp Gruppe verschiedenster Tierschützer und es wurde breit für diese Hunde geworben.

Suris Stiftung holte die ersten zwei Hundemädchen heraus.

 

 

Lorefice & Liv


Die Gesichter dieser Hunde motivierte uns immer mehr und

mit einem neuen Motivationsschub begann eine Sammelaktion, um die Todesliste Schritt für Schritt abzuarbeiten.

 

 

 

Mit dem heutigen Tag verbleiben 15 Hunde, dessen Pensionsplatz so gut wie gesichert ist.

Weit entfernt ist ein Shelter bereit diese Hunde aufzunehmen.

Herausnahme-und Transportkosten liegen

bei ca. 1000€. Ca. 400€ konnten gesammelt werden, 300€ trägt Podencorosa.

Weitere Pensionskosten folgen bis zur Ausreise.

Es werden noch Sponsoren für einzelne Hunde gesucht!!!

 

Damit konnten wir auch mit dieser Liste ein wenig helfen, sind aber vorerst am Anschlag und müssen die aktuellste Liste mit 28 Hunden???? Wir wissen es nicht.....wir sind sprachlos.

Rumänien....Höllen-Hundeland....Podencorosa hatte bislang immer die Meinung vertreten, dass dort so viele Tierschutzvereine helfen, dass wir immer nur vereinzelt unterstützten.

Allerdings wurde uns brutal die Einsicht vermittelt, dass die Not dort auch so groß für die Hunde ist, dass

noch wesentlich mehr Hilfen landesweit geleistet werden müssen.

Wir werden sehen, ob Podencorosa neben der Unterstützung für Roxanas und Simonas Hunden, sich wieder mehr dem Ursprung der Gründung unseres Vereins widmen wird, nämlich die Rettung der Todeskandidaten Europas.

 

Podencorosa e.V. wird im hinteren Bereich des Anbaus einen Raum ausbauen, der für ein Kleinstrudel von ca. 5 rumänischer Hunde zur Verfügung stehen kann. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, das wissen wir. Aber gar nicht zu helfen ist auch keine Option für uns.

 

Hinzu kommt die momentane Kälte in Rumänien. Die Hunde haben zwar saubere, aber keine warmen, zugdichten Zwingeranlagen.

Heute werden alle 15 Hunde kastriert. Dies ist eine Auflage für alle Hunde, die dieses Tötungslager verlassen dürfen.

Wir hoffen, dass alle 15 die OP trotz der Kälte gut überstehen.

 

 

 

 

Nachts -17 Grad....

 

 

Fotos: Monica Mitreanu

Wetter:dasWetter.com


 

Wir werden Euch über diesen Blog regelmäßig über unsere rumänischen Sorgenfellchen auf dem Laufenden halten.

 

D.V. für PR

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