"...und die Vögel singen doch noch!"

Das Leben an einer befahrenen Autobahn, mit einer enormen Geräuschkulisse, wird nach Jahren zur Normalität und alle Prognosen waren richtig, man nimmt es eines Tages nicht mehr wahr.

Wenn jetzt aber, so geschieht es manchmal, ein plötzlicher, beidseitiger Stau entsteht, dann ist es schlagartig ruhig.

In diesem Moment halte ich an und dreh mich um zur Autobahn. Ich nehme sie wieder wahr, obwohl sie jetzt in Ruhe eingehüllt zum Stillstand kam.

Verwundert höre ich den Gesang der Vögel und freue mich darüber, dass wir eine so vielfältige Vogelwelt in dieser Region haben.

Will sagen: Manchmal leben wir, gerade in der täglichen Tierschutzarbeit, so sehr mit der Belastung, dass wir den Sinn für das Wesentliche, für das Schöne einfach nicht mehr wahrnehmen.

Stattdessen werden Prioritäten verschoben und unwesentliche Dinge rücken in den Vordergrund.

Wir leben mit der Belastung und nehmen sie nicht mehr wahr. Wir laufen immer weiter und überhören das Singen der Vögel.

Um so mehr appelliere ich an alle, die sich mit verschobenen Prioritäten auseinandersetzen, die sich zu viel mit dem Unwichtigen befassen, dass es Zeit ist anzuhalten und vieles zu überdenken.

Entscheidend ist immer nur die Solidargemeinschaft, die gemeinsam in der Lage ist so eine Projekt, wie Podencorosa, zu tragen.

Jeder einzelne von Euch ist wichtig und tut das, was er tun kann.

Ob es die tägliche Arbeit mit den Hunden auf dem Hof bedeutet oder das Engagement in privaten Flohmarktgruppen oder die Gabe tolle Fotos von den Hunden zu schießen, zu nähen oder das Organisationstalent für Futterspenden und Tombola Preise.

Jedes Detail ist wichtig, aber nicht entscheidend. Entscheidend ist die Hilfe, die am Ende bei den Hunden ankommt und da hat die Podencorosa Gemeinschaft unglaubliches geleistet in der Vergangenheit.

Nur wer sich einmischt und nicht aufmischt, nur wer den anderen trotz aller Unterschiedlichkeiten unterstützt und das Ziel vor Augen hat, der wird sich nicht in Unwichtigkeiten verrennen und die Vögel wieder singen hören.

 

Hier einige aktuelle Fälle, warum es wichtig ist, Hand in Hand für die Hunde da zu sein:

 

LARA

2 Jahre, stammt aus Camarles, dem traurigsten Tierheim Spaniens, wurde beim Vorbeilaufen

von einem Pitbul an der Pfote in den Zwinger gezogen und schwer verletzt vorbehandelt.

Seit einer Woche befindet sich Lara in Deutschland und muss alle zwei Tage zum Verbandswechsel und

Gazebehandlung in die Klinik. Kosten jedesmal 50€.

Wir hoffen das Beinchen von Lara zu erhalten, zur Zeit steht es noch nicht ganz fest.

 

 

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SALLA

Salla schaffte es in Craiova/Rumänien einen von vier Welpen auf der Straße durch zu bekommen.

Die nette Hündin beeindruckte uns sehr und wir holten sie mit ihrem Welpen Tina nach Deutschland.

Hier stellte sich schnell heraus, dass eine alte Fraktur sich löste und die Hündin entsetzliche Schmerzen

hat und  dennoch ist sie so unglaublich freundlich mit jedermann.

 

Eine umfassende Untersuchung ergab: Salla muss dringend operiert werden. Kosten ca. 800€.

 

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Hunde aus Breasta

Um die zusätzliche Hilfe der Tötungshunde aus Breasta zu gewährleisten, benötigten wir Platz.

Der Ausbau der Räumlichkeit bedeutete für Torben, Ulf, Silas, Gesa, Sam und viele andere Helfer

einen enormen Kraftakt und am Ende konnten 4 rumänische Hunde ein schönes, vorübergehendes Zuhause beziehen.

Trotz aller Sachspenden, kostete diese Aktion ca. 800€.

 

Wir bedanken uns bei allen Helfern und Sachspendern. Ihr seid Spitze!

 

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