So

18

Mär

2018

Ehrenamt Lob und Segen- Kampf und Willkür

Alle Jahre wieder wird wohl jeder Tierschützer mit diesem Begriff konfrontiert und füllt im Rückblick 
das Ehrenamt mit Leben.
Eine Ehre dieses Amt auszuführen? Ja. Das ist es allemal. 
"Ein reiches Land und trotzdem geht's nicht ohne Ehrenamt. Es braucht vieler, die sich verantwortlich 
fühlen und einbringen für eine gerechtere, soziale Gesellschaft. Leistungen, die unsere Gesellschaft besser machen."
So beschrieb Ex Bundespräsident Wulff einmal das Ehrenamt.
Dabei spielt es nach außen nur eine sekundäre Rolle, wofür sich der engagierte Bürger einsetzt. 
Natur-und Tierschutz oder soziale Gerechtigkeit, dort wo Menschen sich solidarisieren und gemeinsam für ein 
Ziel einstehen, da passiert etwas ganz Wundervolles und lässt die Akteure wachsen und lernen.
Wer sich  in jungen Jahren bereits ehrenamtlich einsetzt für andere, für lobenswerte Ziele, der wird dies ein Leben lang
nicht verlieren, so der verstorbene Kardinal Lehmann.
Und unser verehrter Bundespräsident Rau:
"Eine Gesellschaft lebt von Treue und gegenseitigen Verpflichtungen, von Solidarität und Hingabe."
Ja, wir fühlen uns den Tieren verpflichtet, die so viel Leid erfahren mussten durch uns Menschen.
Wir wollen Wiedergutmachung und eine letzte Chance auf eine lebenswerte Perspektive.
Unser deutsch-europäisches Engagement, unser Einsatz und unser Herzblut lässt keinen anderen Weg zu und
wir fühlen uns absolut im Recht mit dem, was wir tun.
Mit allen Erfolgen und Fehlern, mit allen Wegen die wir bestreiten müssen, mit allen Kapazitäten, die wir zu nutzen wissen.
Tierschutz ist ein sehr langer und holpriger Weg, für jede einzelne Seele und die Erreichung unserer Zielsetzung, der Erfolg am Ende, das macht uns so schnell niemand nach.
Viele tausend ehrenamtliche Helfer des Tierschutzes, dicht vernetzt in einem Solidargeflecht, beweisen täglich, was Außenstehende nur erahnen.
Sehende vor Ort spielen dabei eine ebenso bedeutende Rolle, wie der Helfende und 
der Wissende.
Sobald eine Tierseele in Not gerät, beginnt die ehrenamtliche Maschinerie und wie ein 
Uhrwerk drehen sich alle Rädchen wie von selbst und führen in den meisten Fällen zum Erfolg.
Jedes Jahr erhalten somit tausende Tierseelen im In-und Ausland eine Chance auf eine 
Unterbringung, eine Chance auf ein neues Leben.
Die Zielsetzung ist klar, aber was erreichen wir noch?
Wir sind eine Solidargemeinschaft, wir sind die Wiedergutmachung böser Menschen, wir 
sind der Löffel, der in dieser europäischen Gesellschaft rumrührt und aufmerksam macht.
Wir sind diejenigen, die auf das Leid und die Ungerechtigkeit direkt reagieren.
Wir sind das, was sich Parteien und Politiker im Prinzip täglich von ihrem Umfeld wünschen.
Ehrenamt heißt das höchste Amt des Staates ausfüllen und den Spiegel hochhalten.
Ehrenamt heißt einen moralisch unbequemen Weg einschlagen und erst Ruhe geben, wenn das Ziel erreicht ist.
Wer wünscht sich nicht diese Einstellung seiner Angestellten? 
Unentgeltlich und von der Überzeugung getrieben in den täglichen Kampf. Aufopfernd und 
mit dem Herzen an der richtigen Stelle dafür einstehen, was viele nicht mehr erkennen können oder wollen.
Den Finger in die Wunde legen und um Hilfe schreien.
Das Ehrenamt im Natur-und Tierschutz ist nicht mehr wegzudenken in dem Urwald der Probleme einer europäischen Gesellschaft und obwohl der Staat diese engagierten Menschen so sehr lobt und ehrt, so beschäftigt er dennoch Behörden, die genau diesen Einsatz blockieren und 
unterbinden wollen.
Ein ehrenamtlicher Tierschützer, der in dieser Vernetzung lebt, ist ununterbrochen an den Rettungsaktionen der Tiere beteiligt, muss ununterbrochen seine Kontakte einsetzen und Entscheidungen treffen.
Ein ehrenamtlicher Tierschützer arbeitet oft gleichzeitig an der Basis und ist in der täglichen Betreuung und Fürsorge der Tiere eingespannt.
Ein ehrenamtlicher Tierschützer muss für sich Wege finden, wie er seinen Kopf immer wieder aus der behördlichen Schlinge zieht, um effektiv die angestrebten Ziele zu erreichen.
Aber wir ehrenamtlichen Tierschützer erfahren unendlich viel Unterstützung von all denen, die ein Herz für die Tiere besitzen und vielleicht selbst nicht die Zeit und Kraft dazu haben. 
Ich kann mich in meinem bisherigen, sozialen Leben nicht erinnern, wo ein Ziel derart moralisch, finanziell und mental gefördert wurde, wie es im Natur-und Tierschutz der Fall ist.
Hinter jedem aktiven Ehrenamt stehen wohl unendlich viele passive Ehrenamtler und nur so gelingt am Ende der Erfolg.
Aber auch Misserfolge werden von diesem Konstrukt heilsam aufgefangen, man weint gemeinsam, man motiviert sich und steht wieder auf.
Ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrungen in dieser ehrenamtlichen Welt und bin stolz ein Teil dieses Geflechts sein zu dürfen.
Gemeinsam sind wir doch viel stärker, als jede anstehende Blockade, gemeinsam für die Tiere mit der Fackel in der Hand, werden wir am Ende immer auf der richtigen Seite gestanden haben und über unmoralische und eiskalte Instanzen lächeln.
Dieser Gesellschaft tun wir Ehrenamtler nur gut und unsere Wege und Ziele für den Schutz der Tiere sind moralisch, ethisch ein MUSS. 
Wo befänden sich all die schutzbedürftigen Tiere, wenn es ehrenamtliche Tierschützer nicht gäbe?
Wer fängt den alten Dackel der pflegebedürftigen Oma auf? Wer nimmt die angefahrene Katze von der Straße oder überwintert den schwachen Igel?
Wer löst das Schlachtpferd aus oder traut sich in die Tötungsanlagen und schaut den ängstlichen Hunden in die Augen?
Wer geht mit den vielen Hunden hinter deutschen Tierheimgittern spazieren oder
wer versucht im EU-Parlament bessere Gesetze für die europäischen Straßentiere zu gestalten? 
Wer kümmert sich um all die vergessenen Seelen und wer sieht hin und schaut nicht weg?
Diese Liste könnte unendlich ergänzt werden.
Großes DANKE an alle ehrenamtlichen Natur-und Tierschützer in dieser 
korrupten, machtgeilen und rücksichtslos-egoistischen Welt.
Ihr seid der Tropfen der Liebe und der Schutz einiger weniger Tierseelen, die 
der profitorientierten Gemeinschaft den Spiegel entgegen hält.
DANKE, das es Euch gibt.
Dirk Vinkemöller
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Di

19

Sep

2017

Projekte aktuell!!

Seit über einem Jahr unterstützt Podencorosa e.V. die Hunde aus dem Tierheim Alberque in Camarles.

Gemeinsam mit dem TSV Neuss konnte somit eine enorme Zahl an Hunden abgebaut werden -

aus dem "traurigsten Tierheim" Spaniens.

Ca. 180 Hunde konnten somit in ein neues Leben in Deutschland gesichert werden.

Weit über 100 Hunde sitzen noch in Alberque.

 

Da die Kosten für die Vorbereitung der Hunde und aktuelle Transportkosten explodieren,

haben wir uns mit dem TSV Neuss entschieden selbst registrierte Transporte zu organisieren.

Am 21.09. wird Podencorosa erstmalig 10 Hunde aus Camarles selbst abholen.

Unter "Ausreise-Paten" sind die dementsprechenden Hunde zu finden und wir freuen uns über jede Unterstützung.

 

Eine Podenca, wir haben sie Contessa getauft,  möchten wir kurz vorstellen, da sie nicht direkt nach Deutschland ausreisen wird, sondern zunächst nach Madrid in unserem Auftrag verbracht wurde, um dort im Hundetherapiezentrum von Marivi und Nuria auf ein neues Leben vorbereitet zu werden.

Die Kosten für diese Unterbringung trägt Suris Stiftung.

Wir bedanken uns bei Nico und Anna, dass der Transport nach Madrid so reibungslos durchgeführt wurde und bei Beate Rost für die Übernahme der Pensionskosten für drei Monate.!!

MITTLERWWEILE ÜBERNIMMT SURIS STIFTUNG DIE GESAMTEN KOSTEN FÜR CONTESSAS UNTERBRINGUNG UND THERAPIE. WIR BEDANKEN UNS HERZLICHST BEI FRAU BURGER!!

Sobald Contessa ihre Ängste abgebaut hat und ihre medizinische Versorgung abgeschlossen ist,

wird sie zur Podencorosa reisen und über uns vermittelt werden.

Die Kosten trägt Podencorosa e.V.

 

 

 

 

 

 

 

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Do

08

Jun

2017

Ausreisepaten

Liebe Podencorosa Freunde,

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Fr

17

Mär

2017

"...und die Vögel singen doch noch!"

Das Leben an einer befahrenen Autobahn, mit einer enormen Geräuschkulisse, wird nach Jahren zur Normalität und alle Prognosen waren richtig, man nimmt es eines Tages nicht mehr wahr.

Wenn jetzt aber, so geschieht es manchmal, ein plötzlicher, beidseitiger Stau entsteht, dann ist es schlagartig ruhig.

In diesem Moment halte ich an und dreh mich um zur Autobahn. Ich nehme sie wieder wahr, obwohl sie jetzt in Ruhe eingehüllt zum Stillstand kam.

Verwundert höre ich den Gesang der Vögel und freue mich darüber, dass wir eine so vielfältige Vogelwelt in dieser Region haben.

Will sagen: Manchmal leben wir, gerade in der täglichen Tierschutzarbeit, so sehr mit der Belastung, dass wir den Sinn für das Wesentliche, für das Schöne einfach nicht mehr wahrnehmen.

Stattdessen werden Prioritäten verschoben und unwesentliche Dinge rücken in den Vordergrund.

Wir leben mit der Belastung und nehmen sie nicht mehr wahr. Wir laufen immer weiter und überhören das Singen der Vögel.

Um so mehr appelliere ich an alle, die sich mit verschobenen Prioritäten auseinandersetzen, die sich zu viel mit dem Unwichtigen befassen, dass es Zeit ist anzuhalten und vieles zu überdenken.

Entscheidend ist immer nur die Solidargemeinschaft, die gemeinsam in der Lage ist so eine Projekt, wie Podencorosa, zu tragen.

Jeder einzelne von Euch ist wichtig und tut das, was er tun kann.

Ob es die tägliche Arbeit mit den Hunden auf dem Hof bedeutet oder das Engagement in privaten Flohmarktgruppen oder die Gabe tolle Fotos von den Hunden zu schießen, zu nähen oder das Organisationstalent für Futterspenden und Tombola Preise.

Jedes Detail ist wichtig, aber nicht entscheidend. Entscheidend ist die Hilfe, die am Ende bei den Hunden ankommt und da hat die Podencorosa Gemeinschaft unglaubliches geleistet in der Vergangenheit.

Nur wer sich einmischt und nicht aufmischt, nur wer den anderen trotz aller Unterschiedlichkeiten unterstützt und das Ziel vor Augen hat, der wird sich nicht in Unwichtigkeiten verrennen und die Vögel wieder singen hören.

 

Hier einige aktuelle Fälle, warum es wichtig ist, Hand in Hand für die Hunde da zu sein:

 

LARA

2 Jahre, stammt aus Camarles, dem traurigsten Tierheim Spaniens, wurde beim Vorbeilaufen

von einem Pitbul an der Pfote in den Zwinger gezogen und schwer verletzt vorbehandelt.

Seit einer Woche befindet sich Lara in Deutschland und muss alle zwei Tage zum Verbandswechsel und

Gazebehandlung in die Klinik. Kosten jedesmal 50€.

Wir hoffen das Beinchen von Lara zu erhalten, zur Zeit steht es noch nicht ganz fest.

 

 

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Fr

03

Mär

2017

Podencorosa-Tierklinik Dauergast

Gute Nachrichten von unserem CROSS.

Seit einer Woche beobachten wir, dass Cross sich immer mehr erholt.

Nachdem er zuvor eine nicht regenerative Blutanämie entwickelte und an mehreren

Mittelmeererkrankungen litt, stellten die Ärzte zusätzlich "Herzwürmer" bei ihm fest.

Die Behandlung schlägt an und wir freuen uns sehr, Cross ist auf einem guten Weg.

 

 

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So

19

Feb

2017

Sehen-Retten-Reisen!

Vorab eine ganz wichtige Nachricht:

Opi Paul ist angekommen!!!

Der ehemalige Hund ohne Namen, der Kettenhund, dessen schweres Leben wir nur erahnen können,

liegt in seinem warmen Körbchen auf der Fußbodenheizung unserer Quarantänestation und wurde heute

bereits von Helga bekocht.

Wir danken allen, die ihm diese letzte Chance gegeben haben.

Pauls Leben kann endlich beginnen...

 

 

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Mo

30

Jan

2017

Cindy und Hope

Am Samstag war es soweit.

Hope, die von Claudia F. gesponsert wurde, konnte der Hölle in Breasta entkommen und durfte endlich ausreisen.

Wir freuen uns sehr, dass der erste, von PR gerettete Todeskandidat, eine Chance auf ein neues Leben erhielt.

Mit Hope reiste die kleine "Eisbärin" Cindy, die von den Tierschützern von der Straße genommen werden konnte und somit der Junghündin die Tötungsanlage erspart blieb.

Wir freuen uns sehr, dass die beiden Rumäninnen einen Platz auf dem "Lucky-bus" hatten, wie die Engländer den

Transporter liebevoll nennen.

Im Februar wird PR voraussichtlich 12 weitere rumänische Hunde der Liste abarbeiten und sie alle nehmen Platz auf dem

"Lucky-bus". Eine Fahrt in ein besseres Leben.

D.V. für PR

 

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Mo

30

Jan

2017

Golden Girls starten durch...

Unsere 4 Malteser "Damen" haben ihre tierärztlichen Untersuchungen, Kastrationen und Zahnsanierungen gut überstanden.

Der kleinen Anna wurden fast alle Zähne gezogen, eine Kastration war auf Grund des Alters für Anna nicht mehr möglich.

Die kleine Maya und Sylvie haben bereits ihre Endfamilien gefunden, worüber wir uns sehr freuen.

In Spanien befindet sich noch eine letzte Hündin dieser Malteserzucht, die wir natürlich nicht allein dort zurücklassen werden.

Für sie konnte vorübergehend eine Pflegestelle in SP gefunden werden und darf zeitnah nach Deutschland reisen.

Wir möchten uns noch einmal bei allen Spendern bedanken, es ist schön zu wissen, dass wir so alten Mädels durch eure Hilfe noch eine Hilfe anbieten konnten.

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Mo

23

Jan

2017

Große Angst um CROSSI

Seit Donnerstag bangte das Podencorosa Team um den kleinen Cross.

Anfang der Woche war er noch vergnügt und fit, spielte ausgelassen im Schnee, doch sein gesundheitlicher

Zustand kippte plötzlich.

Crossi wurde so schwach, dass wir ihn stationär in der Tierklinik Greven unterbringen mussten.

Durch umfassende Untersuchungen wurde festgestellt, dass Cross Schwäche durch eine Anämie hervorgerufen

wurde, die wiederum durch eine verschleppte Barbesiose, die zuvor in dem sog. Mittelmeercheck nicht erkannt,

ausgelöst wurde.

Cross Zustand war lebensbedrohlich, doch der kleine Kämpfer hatte es nach drei Tagen geschafft.

Cross ist wieder Zuhause und täglich wird es besser. Wir hoffen, dass der lebenslustige Kerl wieder ganz gesund

wird und danken Patricia und Ruth, unseren Schweizer Freundinnen von der Suri Stiftung, die uns eine große Sorge

abnahmen und einen erheblichen Teil der Klinikkosten beglichen. Auch ein großes Danke an Anne.

 

 

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Mo

23

Jan

2017

Opi PAUL und die vergessenen Hundeseelen

Die Freude war sehr groß am Freitag!

Die angekündigte Rettung von Opi Paul ist vollbracht. Dank der Tierschützerinnen vor Ort und Dank

Eurer Spende, konnte der von allen aufgegebene Opi Paul, der bis dahin namenlose Hund, doch noch

gerettet werden.

Wir danken allen, die daran mitgeholfen haben. Wir sind überglücklich und freuen uns über dieses

Happy End.

Paul lebt bei "Monika" in einem Innenhof, bis er genügend gepäppelt scheint, impf-und ausreisebereit

sein wird. Der Innenhof ist keine ideale Lösung, aber es gab einfach keine andere und deshalb ist es eine

Chance auf ein weiteres Leben für diesen alten Hund.

 

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