Auf dieser Seite veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen unsere Gedankengänge und die Dinge die uns bewegen und beschäftigen.

 

Sie sind oft eine Zusammenfassung der Ereignisse der letzte Wochen und Monate.

 

Für alle Interessierten:

 

Leider sind manche Texte für den Außenstehenden etwas "kryptisch". Sehen Sie uns das bitte nach, viele Dinge geschehen "hinter den Kulissen" und wir kämpfen mit einem kleinen Kreis von Leuten täglich mit Dingen, mit denen wir Interessenten, Freunde und Adoptanten nicht belasten möchten. Dennoch möchten wir Sie natürlich daran teilhaben lassen damit Sie sich einen Eindruck von denen Dingen verschaffen können, mit denen ein kleiner Tierschutzverein jeden Tag zu kämpfen hat.

 

Wir wünschen nun viel Spaß beim Lesen und bedanken uns herzlich für das Interesse.

WEIHNACHTSBRIEF 2016

Liebe Podencorosa-Freunde,
in der Adventszeit inne zu halten und das Jahr und unsere Arbeit zu reflektieren, führt letztendlich zu einem emotionalen Gefühlschaos und dennoch scheint es wichtig, Erlebnisse und Ereignisse des vergangenen Jahres zu ordnen und zusammen zu fassen.
In dieser schnelllebigen Zeit Schritt zu halten ist fast unmöglich und dennoch notwendig.
Notwendig, weil wir es den schutzbedürftigen Hundeseelen schulden und notwendig ist, weil wir ein Ziel haben und das immer wieder neu formulieren und erkämpfen müssen.
In 2016 gab es unzählige Projekte, die Podencorosa e.V. mit viel Idealismus und gutem Willen umgesetzt hat.
Damit sind nicht nur die Begebenheiten auf dem Hofgelände gemeint, sondern eben auch unsere Öffentlichkeitsarbeit und unser Bemühen um Transparenz in jegliche Richtung.
Auf dem Hundeschutzhof hat jeder Samstags die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild von unserer Tierschutzarbeit zu verschaffen und dies wurde in diesem Jahr mehr denn je auch genutzt.
Unsere drei großen Festevents und die Musical-Gala haben diesen Einblick noch verstärkt und wir können mit Stolz und großem Erfolg sagen, dass wir für Hund und Mensch ein Verein zum anfassen sind und das stets aufs Neue unter Beweis stellen.
Das Feedback der Menschen schlägt meist in dieselbe Richtung:
Tolle Arbeit, man weiß was man unterstützt, die Hunde so sozial und jedes Mal ein Erlebnis auf dem Hof zu sein.
Diese Bestätigung motiviert uns Betreuer enorm und gibt uns das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. 
Danke dafür!
Und dennoch gilt es immer wieder "Steine" aus dem Weg zu räumen, um diesen geebneten Weg weiter laufen zu können. Nicht immer einfach, da "Steine" ständig vom Himmel fallen, andere kalkulierbar sind.
Podencorosa e.V. "macht" keinen Tierschutz, sondern lebt Tierschutz und möchte so viele wie möglich an diesem Leben teilhaben lassen, so weit es Sinn macht und auch darstellbar bleibt.
Podencorosa e.V., ein Tierschutzverein mit allen Ecken und Kanten, mit seinen Fehlern und Qualitäten, aber vor allem mit seinen schutzbedürftigen Hundeseelen, um die es am Ende immer geht.
In 2016 konnten bis jetzt über 120 Podencorosa-Tierschutzhunde ein Zuhause und weit über 100 Hunde ein vorübergehendes Heim auf unserem Hundeschutzhof finden. 
Dieses Ergebnis macht uns stolz und die Rücklaufquote aller Vermittlungshunde liegt derzeit unter 5%.
2/3 aller Hunde verblieben in der Region und besuchen den Hof in unregelmäßigen Abständen. 
Der Welpenanteil in 2016 war so gering, dass er kaum zu Buche schlägt. Im Gegensatz dazu wurden sehr viele Hunde 
über 8 Lebensjahre in eine gute Perspektive gebracht und auch das zeigt eine generelle Veränderung in der Vermittlungsarbeit.
Der Bedarf für die Aufnahme deutscher Abgabehunde zeigt sich ständig steigend und im Vergleich zu 2015 liegt er in der Rechnung aller Aufnahmehunde bei knapp 25%.
Der Hundeschutzhof in Tecklenburg hat mittlerweile eine Warteliste für anstehende Aufnahmehunde, die täglich länger wird und die es gilt abzubauen. 
Unsere Projekte "Asoka", Friends for Dogs, Anaa Madrid und Casa Animale wurden um die "Suri Stiftung" erweitert.
Gemeinsam mit Beate Rost und Hopeland e.V. konnten viele Hundeseelen aus dem Massenauffanglager Torredembarra in eine Perspektive in Deutschland gebracht werden. Zudem gibt es eine Zusammenarbeit mit dem TSV Neuss, um in dem 
traurigsten Tierheim Spaniens, in Carmales, vielen schutzbedürftigen Hunden endlich die Sonnenseite eines Hundelebens aufzuzeigen. 
Diese Projekte werden auch in 2017 ein wichtiger Bestandteil unserer Tierschutzarbeit bleiben.
Auf grund der ständig wachsenden Kosten für Transporte und medizinische Vorbereitung der Hunde aus Spanien, werden wir uns den allgemeinen Schutzgebühren anderer Vereine anpassen und ab 1.01.2017 :
300€ für einen unkastrierten Tierschutzhund,
350€ für einen kastrierten Tierschutzhund
an Auslagen von Adoptanten erstatten lassen.
Deutsche Abgabehunde müssen ab sofort von den ehemaligen Besitzern 
gechippt und durchgeimpft für die Aufnahme vorbereitet werden.
Die tägliche Betreuung der Hunde auf dem Hundeschutzhof wurde auch in 2016 von 5-7 ehrenamtlichen Betreuern abgedeckt, die abwechselnd ihre Freizeit für die Hunde zur Verfügung stellten und ohne diese Unterstützung es auch nicht mehr möglich wäre.
Ebenso arbeiteten viele fleißige Helfer ringsherum, um unsere Hunde zu fotografieren, zu veröffentlichen, Futter und Spenden zu sammeln, Abhol-und Fahrdienste, Tierarztbetreuung, individuelle Betreuung, Bastel-und Näharbeiten, Reparaturarbeiten,Gartenarbeiten- und Pflege, Pflegestellenarbeit und vieles mehr. 
Allen "Servicekräften" ein ganz großes DANKE. Ohne Euch wären wir nicht da, wo wir heute stehen.
Aber auch viele "Gallionsfiguren", die das Bild von PR im wesentlichen mitgeprägt haben, mussten wir in 2016 
gehen lassen und trauern um diese Verluste:
Allen voran unsere "Omi", die mit ihren 17Jahren einfach dazu gehörte und noch gehört, Belamie, der sein ganzes Leben PR präsentierte, Kerstins SIRA oder der liebe Baron und viele mehr...
Sie alle wurden geliebt und werden auf uns warten, da bin ich mir ganz sicher.
Den Hundeschutzhof als Betrieb im Ehrenamt aufrecht zu erhalten ist eine große Aufgabe und tägliche Herausforderung.
Alle behördlichen Aufgaben zu erfüllen erleichtern dies nicht unbedingt.
Die zeitaufwendige Vermittlungsarbeit, Nachbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit nehmen ebenfalls ihren Platz ein, sowie alle Sorgen und Nöte der Menschen, die unsere Hunde begleiten oder ihnen einen dauerhaften Sofaplatz bieten.
In der Zeit der Besinnung, sind menschliche Reaktionen und Kommentare zu unserer Arbeit oft überzogen unfair und tragen zu einem erheblichen Energieverlust bei. 
Dennoch stellen wir uns und setzen uns mit jeder Meinung auseinander und nehmen sie ernst.
Es ist und bleibt auch in Zukunft eine Herausforderung einen Tierschutzverein nicht zu einem "Tierschützenverein" werden zu lassen, wo Menschen von innen und von außen ein Spiel-und Lernfeld für eigene Belange nutzen. 
Es ist die Aufgabe des Vorstands dafür Sorge zu tragen, dass die Prioritäten immer im tierschutzrelevanten Bereich liegen und sind sehr froh darüber, dass diese Erkenntnis von den meisten verstanden und gelebt wird.
Auch in 2017 wird es viel zu tun geben.
Die Solidargemeinschaft Podencorosa wird alles versuchen, um den gesteckten Zielen gerecht zu werden.
Auf allgemeinen Wunsch verzichten wir auf namentliche Danksagungen in diesem Jahr und betonen noch einmal, wie wichtig jeder einzelne für das Gelingen des Ganzen ist und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit im nächsten Jahr.
DANKE an alle Spender des Jahres! 
Der Hundeschutzhof wird nun in seine Winterpause gehen. 
Je nach Wetterlage, wird es den ersten "Besuchersamstag" 
am 25.02.2017 
geben.
Die tägliche Betreuung und Vermittlungsarbeit läuft selbstverständlich wie gewohnt weiter.
Allen Zwei-und Vierbeinern
eine besinnliche Adventszeit,
schöne Weihnachten
und einen "Guten Rutsch ins Neue Jahr"
Podencorosa e.V.
Dirk Vinkemöller

Weihnachtsbrief 2015

11 Std.

Liebe Podencorosa-Freunde,

"Weihnachtszeit ist auch Erinnerungszeit", sagte mal ein großer Denker.
Gerade in dieser Zeit erinnern wir uns an so viele Ereignisse des vergangenen
Jahres, an viele emotionale Momente und vor allem denken wir an
die Vorausgegangenen.
Podencorosa e.V. mit seinem Hundeschutzhof hatte insgesamt ein
erfolgreiches und starkes Jahr seit Bestehen und das haben wir 
Euch allen und uns zu verdanken. 
DANKE!

Es begann mit der Verschiebung des Maifestes auf den Pfingsttermin,
der sich im Nachhinein als der ohnehin bessere Termin herausstellte!
Das Sommerfest fiel erstmalig aus in der Vereinsgeschichte und dafür gab
es zum ersten Mal ein Oktoberfest. 
Was für ein Gaudi und am Ende bildete unser Weihnachtsmarkt wohl den
größten Erfolg einer guten Festkette.
Ein turbulentes Jahr, aber das seid ihr ja von uns gewohnt:))

Viele, viele Hunde durchliefen unseren Schutzhof und auch das ist den 
fleißigen Helfern des Jahres zu verdanken.
Dennoch kann man pauschal sagen, ein Drittel der Hunde erleben mindestens
zum vierten Mal das Weihnachtsfest bei uns, weil schwer vermittelbar, ein Drittel
der Hunde sind alt bis sehr alt, oft über 16Jahre und erhalten ihr Gnadenbrot und ein 
Drittel der Hunde finden zum Glück eine eigene Familie in Deutschland.

Die Spendenbereitschaft unserer Freunde und zunehmende Patenschaften haben sich 
steil erhöht und
die zehrenden Nebenkosten der letzten Jahre konnten drastisch reduziert werden.
Dies alles ergab ein wesentlich weniger schweres finanzielles Jahr für den Verein 
und dafür danken wir Euch von ganzem Herzen!!

In 2015 waren alle "offenen Samstage" gut besucht! 
Teilweise hatte man den Eindruck, dass ein kleines Sommerfest stattfindet
und dies ist ein gutes Gefühl für uns Betreuer hier vor Ort.
Danke dafür, dass ihr gern zum Hof kommt und auch in 2016
stehn unsere Pforten natürlich für Euch auf.
Die Samstage sind nicht nur Austausch und Vermittlungschance, sondern auch
oft ein großes Wiedersehn mit unseren ehemaligen Tierschutzhunden.
Wir sind froh, dass unsere Adoptanten immer wieder gern zu Besuch vor Ort sind.

Auch gab es noch nie so viele ehrenamtliche Helfer innerhalb der Woche- für die Versorgung 
der Hunde- und an den Samstagen fanden oft nicht alle Helfer Platz für das 
gemeinsame Helferfrühstück.
Ja, es hat sich vieles verändert und das ist auch gut so!
Großer Dank an das tägliche Helferteam : 
Leo, Caro, Maren, Christina, Isabel, Matthias
....auch für Eure große Hilfe darüber hinaus
Danke auch an:
( Nicole, Alexa, Caro2, Michelle, Lisa und mehr)
Großer Dank an Daniela und Claudia für die wichtige Zuarbeitung in allen Belangen drumherum,
Euren Aktionen und dem Sachkundenachweis.
Danke an die Internetfreaks und Einsteller, danke an all die, die uns hier und da ganz regelmäßig und
tatkräftig unterstützten, wie z.B. Anne und Ulf oder Kerstin und Uli und Lissy
und viele mehr...

Unglaubliche Leistung kam in 2015 auch wieder außerhalb des Hofs und so brachten uns 
viele Aktionen von Claudia S. und Helga und Brigitte immer wieder ins Staunen und verneigen uns
vor Euch.
Euer Einsatz ist nicht nur jedesmal effektiv, sondern vor allem bewundernswert und
wir bedanken uns für Euer selbstverständliches Dasein!!

Alle Helfer und Unterstützer in 2015, gemeinsam mit uns Hauptehrenamtlichen,
konnten somit viele Tierschutzhunde satt bekommen, ihnen ein warmes, sauberes 
Schlafplätzchen bieten, Perspektiven für die Hunde gestalten und alle Möglichkeiten
ausschöpfen oder neu entwickeln.
Wir sind sehr froh und dankbar, dass uns allen dies so gelingen konnte und 
trotz aller Meinungen, Interessen und Verschiedenheiten, im Sinne der Tierschutzhunde
ein Ziel letztendlich verfolgt und erreicht wurde.

Podencorosa e.V. wünscht sich nichts mehr, als in 2016 genau an dieser Zusammenarbeit
anzuknüpfen und diese fortzusetzen.
Es liegt noch viel Arbeit vor uns und wir brauchen jeden von Euch!!

Abschließend bedanken wir uns bei ASOKA Grande in Alicante für die gute Zusammenarbeit
und wollen hier den lieben Sven nicht unerwähnt lassen und bei Friends for Dogs e.V., vor allem
bei Nicole, für eine gute Teamarbeit in 2015.
Ebenfalls bedanken wir uns bei Norbert von Casa Animale e.V. für die Fortsetzung der 
bisherigen Zusammenarbeit und freuen uns auch in 2016 auf unsere ungarischen Gäste.

Allen Adotpanten, Spendern, Helfern, Betreuern, Kolleginnen und Kollegen, Partnervereinen, allen Partnern der Helfer,
Gassigängern, 'Vereinskollegen, dem Postboten, dem Veterinäramt, den Tierärzten, allen Freunden,
alle die versehentlich vergessen wurden und unerwähnt blieben und vor allem
allen Tierschutzhunden:

Fröhliche Weihnachten 
und einen guten Rutsch ins Jahr 2016

Marc, Nina und Dirk
Vorstand Podencorosa e.V.

Herbstgedanken 2015

Herbstgedanken 2015

Tierschützer und Fb-Tierschützer sind schon ein ganz eigenes Völkchen.
Einerseits vollbringen sie wahre Wunder und schaffen es immer wieder hoffnungslose Tierseelen in ein glückliches Leben zu schaffen und 
andererseits bekämpfen sie sich untereinander und verschwenden
große Energien, die an anderer Stelle angebrachter wären.

In einer Zeit, in der rund eine Million Menschen in Deutschland
in Zeltstädten oder auf Bürgersteigen schlafen, werden sich die 
Mäuler zerrissen, ob ein Einfamilienhaus mit Garten und einer hunde-

erfahrenen und mehrfach kontrollierten Pflegemama der Standard 

für einen kleinen Terrier ausreichen und ordentlich draufgehauen,

dass am Ende niemand mehr weiss, worum es anfangs überhaupt 

mal ging.

Kinder sagen sich oft hässliche Dinge untereinander, erwachsene 

Tierschützer mobben bei fb!

Aber so ist es und wird sich wohl auch niemals ändern, hundert Beispiele täglich und nie enden wollende Geschichten der Menschen,

die die der schutzbedürftigen Tiere überschatten.

Ein Tierschützer vollbringt Großartiges und reißt es mit dem A....

an anderer Stelle wieder ein....warum? 

Dabei könnte gerade der Auslandstierschutz ein gelungenes Beispiel sein für Rettungsaktionen, Asylverfahren und Integrationsarbeit.

Unsere Hunde werden mit großer Leidenschaft und durchorgansiert

nach Deutschland verbracht, gepäppelt und in deutsche Familien 

meist erfolgreich integriert.

Darauf sollten wir stolz sein; die Asylpolitik Deutschlands hat diesen

Weg noch nicht gefunden.

So lange Frustrationen und eigene Belange über dem Idealismus stehen, werden Tierschutzvereine immer wieder geschwächt und angeschlagen Durststrecken und Verzichte hinnehmen müssen.

Aber der Grund liegt nicht nur bei den Behörden oder den Tierschutzgegnern, ein ganz großer Anteil liegt in und an uns selbst.

Ich werde es nicht leid dazu aufzurufen, uns selbst nicht so wichtig zu nehmen und den Schutz der Tiere als zu erreichendes Ziel zu sehen.

Viele haben es verstanden, hört nicht auf, es allen anderen zu erzählen.

Eine schöne Herbstzeit wünscht

Dirk Podencorosa e.V.


Weihnachtsbrief 2014

Liebe Podencorosa Freunde,

schon wieder ist ein Jahr vorbei, ein Jahr auf dem Hundeschutzhof in Tecklenburg, ein Jahr mit Podencorosa e.V. !

Das Podencorosa-Team hat weit über 150 Hunden eine neue Zukunft ebnen können und wir haben sehr viel in diesem Jahr 2014 erleben müssen und dürfen.

Emotional und effektiv bemessen war auch in 2014 die Daseinsberechtigung unseres Tierschutzvereins mehr als gegeben und dies bestätigt sich täglich; vor allem samstags erleben wir die große positive Resonanz der Zwei-und Vierbeiner auf dem Hof. Wir freuen uns vor allem, dass so viele "Ehemalige" immer wieder den Weg zu uns finden und wir an der Entwicklung unserer Zöglinge teilnehmen können.

Unsere Unterstützung galt in erster Linie den Strassenhunden in Asprovalta, den Tötungshunden Ungarns oder den vielen deutschen Abgabehunden am Tor. Dennoch blieben wir, neben dieser notwendigen Hilfe, unseren Wurzeln treu und konnten unzähligen, schutzbedürftigen Podencos vom spanischen Festland eine Bleibe bieten oder gar eine Zukunftsperspektive erarbeiten.
Darüber freuen wir uns natürlich sehr und werden auch weiterhin in 2015 unseren ungarischen und griechischen Freunden helfende Hände reichen und dem Tierheim Asoka, Anaa Madrid und anderen für die Podencos zur Verfügung stehen. Deutsche Abgabehunde erhalten auch in 2015 erste Priorität. Wir werden uns bemühen, in Not geratenen Hunden aus der Region eine Bleibe zu bieten.

Der Hundeschutzhof hat seine Platzzahl von 30 - 35 Hunden durchweg halten können und nach wie vor leben unsere Hunde
tagsüber grundsätzlich in Rudelhaltung, sei es in den Gehegen, auf dem gesamten Gelände oder in der Wohnung. Sogenannte "Durchlaufhunde" werden im Tennenbereich beherbergt, ankommende Hunde in der Quarantänestation.

Vor allem unsere "Alten" haben einen großen Stellenwert in der täglichen Betreuung eingenommen und wir werden alles tun, um
diese immer größer werdende Zahl, dem wachsenden Bedarf, gerecht zu werden. Streckenweise wurde unser Hundeschutzhof "Altenheim der Hunde" genannt und welcher Tierschutzverein mutet sich dies emotional, finanziell und arbeitstechnisch zu? Unsere Oldies leben meist in Wohnungshaltung auf dem Hof und werden individuell gepäppelt und für ein dauerhaftes Leben auf dem Hof begleitet.

In 2014 erhielten zeitweise 14 Hunde über 10 Jahre ihr Gnadenbrot, davon mehr als 4 über 15 Lebensjahre. Dieser besondere Betreuungsaufwand, durch stetige medizinische Betreuung, Inkontinenz und Begleitung beim Laufen - wurde von den ehrenamtlichen Podencorosa-Mitarbeitern, ohne es in Frage zu stellen, im Sinne der Hunde rundum gegeben.

Ebenso konnten wir unzähligen Welpen, mit ebenso hohem Betreuungsaufwand, auf dem Hof gerecht werden und dafür danken wir allen regelmässigen und unregelmässigen Betreuern, die für dieses Gelingen in diesem Jahr standen.

Rücklaufhunde, die von uns Vermittelten, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Familie wieder verloren, wurden
allesamt aufgefangen und auf den Hof zurückgeführt. Die Rückläuferquote lag in 2014 bei 10 Prozent, in 2013 bei 7 Prozent. Insgesamt ein gutes Ergebnis und zum größten Teil kehrten ehemalige Welpen als erwachsende Hunde auf den Hof zurück und konnten erneut in Familien vermittelt werden.

Besonders freut es uns, dass in 2014 keine Mittelmeererkrankungen, die nicht schon im Vorfeld von uns getestet und behandelt
wurden, sich bei den Hunden in den Endfamilien entwickelten. Dies spricht für die immer zuverlässiger werdenden Testergebnisse der Labore.

Aber auch viele Sorgen begleiteten den Alltag des Jahres.

Kranke Hunde oder Problemhunde begleiteten uns ebenso in 2014, wie die vielen Probleme der helfenden Menschen,
die natürlich in unserem Alltag zwangsläufig einflossen.

Das Podencorosa-Team bemüht sich stets die Prioritäten zu setzen und nach den Vierbeinern auch die Sorgen und Nöte der Menschen zu berücksichtigen. Wenn es uns bei den Hunden am Ende immer gelingt und bei vielen Menschen nur teilweise, dann haben wir unsere gesetzten Ziele erreicht und können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Die auf der Homepage viel zitierte pädagogische Konzeption ist ein Mittel zum Zweck und stellt ein zu erarbeitendes Ideal dar.
Arbeiten wir also auch weiter daran und werden gemeinsam immer besser, dies ist unser Wunsch für 2015.

Wir wünschen uns auch weiterhin viele verantwortungsbewußte Menschen, die einer 'Adoption unserer Tierschutzhunde positiv gegenüber stehen und den vielen "Heimatlosen" ein dauerhaftes Zuhause geben wollen. Einen eigenen Platz auf dem Familiensofa, dass ist unser Bestreben für all unsere Podencorosa-Hunde.

Helft alle mit, damit wir dies im Sinne der Hunde, die bislang noch kein wirklich schönes Leben hatten, auch erreichen können.....

Das Jahr 2014 stand für viele Überraschungen und damit meinen wir mal nicht besondere Vermittlungen, die es zu Hauf gab, sondern Unerwartetes, wie z.B. das Festzelt, dass von der Fb Podencorosa-Gruppe von Claudia Strehlow plötzlich vor der Tür stand und für unsere 3 Festlichkeiten des Jahres super genutzt werden konnte. Oder die Neugestaltung des Büros durch Daniela L., die sich dafür bei Ikea auf eigene Rechnung austobte oder die gespendete Zaunsichtblende von Maria und Norbert E., die Sammlung für die Kastration von 3 Rüden, der Teuto-Walk und einige Fressnapfaktionen durch Claudia F. oder Helga und Ulf....., was wiederum eine unsagbar große Futterspende einbrachte usw.

Wir bitten höflichst um Nachsicht, dass wir nicht alle und jede Spendenaktion erwähnen können, aber die meisten von Euch
wollen leise und bedingungslos helfen, was Euren Einsatz überhaupt nicht mindert.

Die zuvor erwähnte Fressnapf-Futterspende und noch eine weitere von Marengo, plus die regelmässigen kleineren Spenden über Tine und jeden einzelnen von Euch, haben uns erhebliche Unkosten erspart, was zuvor noch nie dagewesen ist. Der Hundeschutzhof hatte in 2014 kaum erwähnenswerte Futterkosten, weil ihr uns alle so großzügig damit verwöhnt habt. Vor allem dafür unseren herzlichsten DANK im Namen aller Hunde.

Aber auch andere Überraschungen liessen bei unzähligen Tierschützern die Köpfe schütteln. So schickte uns eine scheinbar engagierte Tierschützerin, die uns weder persönlich kennt, noch jemals hier vor Ort war- das Veterinäramt auf den Hof oder ein anderer brachte die Schlafzwinger einiger Hunde in der Tenne zur Anzeige. Mein Gott....wieviele Anzeigen müssen erst die regulären Tierheime aushalten, die nicht diesen Freilauf und Rudel- bzw. Wohnungshaltung aller Hunde ermöglichen können? Wir freuen uns jedenfalls auf tausende Quadratmeter eingezäunt für unsere Hunde und auch die Behörde hatte dem nichts hinzuzufügen.

Im Frühsommer haben unsere "JUNGS", vor allem Leo L., über Wochen den ehemaligen Mietergarten wieder benutzbar gemacht und im Frühjahr 2015 haben wir auch die Verbrauchskosten des Nebengebäudes abgezahlt, so dass wir wieder erheblich mehr finanzielle Luft für unsere Tierschutzhunde haben werden.

Entstandene Tierarztkosten des Jahres sind durch die Einnahmen des erfolgreichen Weihnachtsmarkt beglichen und in 2015 werden wir wieder einige Projekte rund um den Hof durchführen, die vor allem die Unterbringungen der Hunde bzw. den Hof aufwerten sollen.

Die Brückenbaustelle neben unserem Hundeschutzhof wird ab April 2015 unseren Tagesablauf begleiten und wir werden sehen, inwieweit dieser davon betroffen sein wird.

2014 war erneut ein Jahr bespickt mit Höhen und Tiefen! Wann hatten wir dies nicht? :))

Viele Menschen fanden den Weg zu uns und gaben ihrem eigenen Leben erheblich mehr Sinn, andere begleiteten uns ein kurzes Stück, wieder anderen wollen noch lange für unsere Hunde da sein....jeder Einzelne zählt, jede Hilfe wird benötigt und jeder noch so kleine Einsatz bringt den Tierschutzhund, den Hof und den Förderverein ein Stückchen näher zur Zielerfüllung.

Viele Menschen weinten, weil sie für ihren geliebten Hund eine neue Bleibe suchten, andere bedankten sich nicht mal für unsere Hilfe, wieder andere weinten, weil sie gerade ihren geliebten Vierbeiner verloren hatten oder weil sie sich über das neue Familienmitglied so sehr freuten. Leidvolle Tränen oder Tränen des Glücks sind Bestandteil unserer täglichen Arbeit, aber auch die Geschichten unserer Hunde bringen uns nicht seltenum den Schlaf.

Auch das Jahr 2015 wird uns vieles abverlangen, da sind wir uns jetzt schon sicher, aber was am Ende zählt sind die Perspektiven der Tierschutzhunde, die durch uns Menschen zuvor keine mehr hatten.

Wiedergutmachung und Liebe ist alles, was wir Zweibeiner tun können und in diesem Sinne freuen wir uns
auf ein gutes Jahr 2015 mit viel Liebe und Erfolg für die schutzbedürftigen Hunde.

Podencorosa e. V. und der Hundeschutzhof wünschen schöne Weihnachten und einen Guten Rutsch in das Jahr 2015!



Besondere DANKSAGUNGEN:
  • Großen Dank an CARO, die mehrmals die Woche ihre Freundschaft und Arbeitskraft, ihre Unterstützung in jeglicher Richtung zur Verfügung stellt!
  • Danke an ALEXA, die seit 1,5 Jahren ehrenamtlich und regelmässig unsere Hunde betreut.
  • Danke an LEO für sein selbstverständliches DASEIN, seine bedingungslose Unterstützung...
  • Danke an DANIELA, die unsere neue hp gestaltete und sich unaufhörlich für die Hunde einsetzt
  • Danke an GUDRUN und HELGA, die uns "leise" unterstützen
  • Danke an MARIA, die über das ganze Jahr unseren Hunden beiseite stand
  • Danke an MAREN und MICHAEL, die uns mit Rat und Tat und Kamera zur Seite standen
  • Danke an CLAUDIA F., die mit ihren Ideen und Aktionen und ihrer Unterstützung vor Ort so oft half, wie es ging
  • Danke an CLAUDIA und ANITA, für Eure Unterstützung vor Ort und in der Öffentlichkeitsarbeit
  • Danke an BRIGITTE für ihre unaufhörliche Strick- und Bastelkunst, die uns so sehr half
  • Danke an INGA und PATRICIA, die u. a. mit ihrem Einsatz auf den Flohmärkten so super unterstützten
  • Danke an CHRISTINA, die uns dieses Jahr so oft unterstützte in der täglichen Arbeit
  • Danke an ADRIAN, ISABEL und KEVIN, die so oft unsere Arbeitseinsätze auf dem Hof tatkräftig unterstützten
  • Danke an KERSTIN und ULI (+Lissy), die vor allem in der zweiten Jahreshälfte voller Tatendrang uns ergänzten
  • Danke an alle Paten, Spender und ehrenamtlichen Helfer des vergangenen Jahres, jeder Euro, jedes Bettlaken und jeder Einsatz zählt
  • Danke an alle, die uns über fb oder hp begleiten und so oft sie können unterstützen

Vorstand Podencorosa e. V.

Nina, Marc und Dirk

Sommergedanken Juni 2014

Liebe Podencorosa-Freunde,
 
wer im Sommer geboren wurde ist ein Sommerkind,
wer Mutter oder Vater ist, ist automatisch auch Erzieher,
wer Globulis im Schrank stehen hat, schimpft sich Heilpraktiker,
wer einen Tierschutzhund adoptiert, scheint auch Tierschützer zu sein.
Meine Sommergedanken kreisen um die Willkür der Menschen, die sich immer mehr um das kümmern, was über ihre Grenzen hinaus geht und ein Abenteuer in ihrem Leben darstellen soll, aber tatsächlich nur in den Köpfen gelebt wird.
 
Dennoch halte ich die Auseinandersetzung mit vielen Ausflügen in eine andere Welt für gut und förderlich, wenn die Menschen, die sich in dieser Welt aktiv bewegen nicht blockiert werden. Um aber einen Einblick in diese scheinbar begehrten Welt zu erhalten, muss man sich an die Aktivisten hängen und ein Stück mittragen lassen, aber vergessen sollte man nicht, dass diese Menschen gestützt und gefördert werden müssen, um das alles auch tragen zu können.
 
Wer Tierschutz wirklich lebt und sich dafür aufopfert, der hat gar keine Zeit, um sich mit den vielen Dingen zu beschäftigen, die in den sozialen Netzwerken oder sonstwo tagtäglich gepostet werden. Man nimmt es zur Kenntnis, aber da sich stündlich neue "Baustellen" im aktiven Geschehen entwickeln, bleibt mehr Raum dafür leider nicht.
 
 
Wenn jetzt aber Menschen meinen, sie müssten sich in diese "Frontarbeit" einmischen, sie ausschlachten oder blockieren, dann wissen sie genau, dass keine Zeit verbleibt, um den Gegenblick zu wagen oder anders, aus der Aktion in die passive Seite zu schauen und aufzuräumen. Zeit, Kraft und Energiereserven verhindern dies leider und deshalb müssen andere Helfer diesen Part übernehmen, es beobachten und auf gleichem Niveau für eine Abschirmung sich einsetzen, damit im Sinne der Tierschutzhunde die tägliche Arbeit weiter laufen kann. Was für eine Verschwendung, wenn wir doch alle in einem Boot sitzen!
 
Wenn Menschen über 20 Jahre aktiven Tierschutz im Ausland betreiben und bereits dort für notleidene Tiere sich einsetzten, als andere noch mit "Kinder kriegen" und Wohnungseinrichtung sich beschäftigten, tausenden Tieren ein Leben ermöglichten und die Bedingungen vor Ort von Jahr zu Jahr verbesserten, bei den Behörden für eine Zuflucht kämpften, sich Unterstützung von vielen Seiten aus Deutschland holten, für jeden Sack Futter kämpften, bettelten und nichts in den Schoss gelegt wurde, dann ist hier Resepekt und Hochachtung ein MUSS für mich, der nicht mal annähernd diese Erfolge aufweisen kann.
 
 
Wenn diese Arbeit aber versucht wird zu zerstören, Mittel und Wege gesucht werden, um ständig nach Fehlern zu suchen und auch kein Halt davor gemacht wird, hier Gesetzmässigkeiten zu missachten, dann hab selbst ich, der wohl sozialste Mensch, kein Verständnis mehr für Hintergrund-und Beweggründe.
 
Tierschutz schnell als Tierschmutz zu bezeichnen und selbst zum Tummelplatz der Gefühle zu degradieren, Tierschutzarbeit nicht in Eigenregie, sondern auf Kosten anderer zu gestalten, am Ende auf Kosten der Tierschutzhunde anderer Vereine, da fehlen mir einfach nur die Worte.
 
Wer über Jahre Tieschutzarbeit eines Vereins fördert und sogar die Arbeit voll übernimmt bei Krankheitsgründen, diese Arbeit aber dann versucht zu blockieren, kann nur private und emotionale Gründe dafür haben, die aber im Tierschutz wieder im Sinne der Tiere nichts zu suchen haben und an den Inhalten der Ziele vorbeischießen und am Ende immer das Tier der Leidtragende ist. Wer dies aus egoistischen Gründen in Kauf nimmt, hat in der aktiven Tierschutzarbeit nichts zu suchen.
 
In über 10 Jahren Tierschutzarbeit habe ich Menschen, meist Frauen, kommen und gehen sehen. Es wäre ein Leichtes jeder einzelnen einen Fb-Shitstorm an den Leib zu schreiben, was mir aber naturgemäß völlig widerstrebt, was diese Damen auch genau wissen.
 
Wer unsere Projekte im Ausland oder unseren Hundeschutzhof unnötig in Gefahr bringt und damit unseren Hunden schaden möchte, der muß also keine niemals enden wollende Facebook-Reaktion erwarten, sondern darf auf ein Echo auf höherem Niveau rechnen und dabei werde ich, mit der Unterstützung der Kolleginnen/Kollegen, in Zusammenarbeit mit den Behörden und Freunden im Ausland sachlich und präzise mich für unsere schutzbedürftigen Hunde zu wehren wissen und wir werden uns selbst dabei zurücknehmen und alles dafür tun, dass kein Schaden den Tieren zugefügt wird.
Man muss in dieser täglichen Arbeit nicht immer einer Meinung sein und auch müssen wir uns nicht allen in den Armen liegen, aber wir sitzen am Ende immer im gleichen Boot, nur leider haben es zu wenige als solches begriffen und führen ihren persönlichen Profilierungskrieg auf Kosten der Tiere, meinen aber es für die Tiere zu tun.
 
Wer ein Tier von der Straße rettet ist ein tierlieber Mensch, wer dieses Tier offiziell in die Obhut anderer verbringt oder sich selbst darum bemüht, ist ein Tierschützer!
 
 
Wer sich als solcher betitelt, auf Kosten der Tierschutzhunde sich bereichert oder profiliert und sich nach außen so darstellt und fb dafür nutzt, ist ein armer Mensch.
 
 
Leider hab ich sehr viele arme Menschen in den letzten zehn Jahren kennenlernen müssen, die auf Kosten unserer schutzbedürftigen Vierbeiner lebten und mit dreistelligen Schulden den Hof verließen oder ihre Arbeit niederlegten, weil Tierschutz doch nicht dem harmonischen Denken entsprach.
 
 
All dies nehmen wir in Kauf, um Frieden zu bewahren und beobachten mit einem traurigem Lächeln scheinheilige Tierschutzaktionen und schauen mit Tränen zu unseren Hunden, die diesen vorgetäuschten Idealismus bitter bezahlen müssen und wir aber alles tun, um dieses menschliche Vergehen wieder gut zu machen. Seid beruhigt, wir schaffen das und ihr könnt mit Eurem schlechten Gewissen weiter leben.
 
Ja, das scheint mein und unser Job zu sein...eines Tages stehn wir dort oben und werden unsere Fragen stellen können und hoffen auf Antworten.
 
Um diese Plattform des Tierschutzmissbrauchs und Blockierung nicht weiter zu fördern, habe ich fb mit meinem privaten Account verlassen und bitte alle, die dies sehr bedauern um Verständnis. Ich habe keine Zeit und auch keine Energien, um mich mit diesen PC-Revolutionären auseinander zu setzen und bin froh, dass meine Kolleginnen und Kollegen alles weiter beobachten und mich nur noch über aufrichtige Notfälle benachrichtigen, bis ich vielleicht eines Tages wieder die Lust verspüre zu schauen, wer am Ende alles übrig geblieben ist und nicht seine private Situation über die des Tierschutz gestellt hat.
In diesem Sinne wünsche ich allen Tierschützern einen erfolgreichen Sommer und wünsche viel Kraft und Ausdauer für alle notleidenen Tiere und weniger egoistische Posts und Blockierungen derjenigen, die sich für die Tiere aufopfern und sich nur gegenüber sich selbst und den Tieren verantworten müssen.
 
Dirk Vinkemöller
 
 

Hoffnungsschimmer April 2014

Wenn der europäische Gerichtshof hier diese fragen klärt, könnte es endlich mal zu einem tierschutzgerechten Urteil kommen....!!!!!!

 


 Europäischer Gerichtshof soll die Auslegung tierschutzrechtlicher Bestimmungen des Unionsrechts klären

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat mit Beschluss vom heutigen Tag in einem Verfahren, in dem es um die Geltung tierschutzrechtlicher Bestimmungen für den Transport und die Vermittlung von Hunden aus dem europäischen Ausland nach Deutschland geht, den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in Luxemburg zur Auslegung unionsrechtlicher Bestimmungen angerufen.
 

Der Kläger des Ausgangsverfahrens ist ein Tierschutzverein, der im Rahmen seiner Aktivitäten herrenlose Hunde aus Ungarn gegen eine „Schutzgebühr“ in Höhe von 270 € an Dritte vermittelt und in diesem Zuge die Tiere von Mitgliedern mit einem Lieferwagen nach Deutschland transportieren lässt. Zwischen dem Kläger und dem beklagten Landwirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein ist unter anderem streitig, ob der Verein die unionsrechtlichen Bestimmungen über
den Schutz von Tieren beim Transport nach der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zu beachten hat. Des Weiteren ist streitig, ob die Verbringung der Hunde nach Deutschland der Anzeige- und Registrierungspflicht nach § 4 der Binnenmarkt-Tierseuchenschutz­verordnung unterliegt, die insbesondere der Umsetzung von Art. 12 der Richtlinie (RL) 90/425/EWG dient, die unter anderem Regelungen zu veterinärrechtlichen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel zum Gegenstand hat.

Die Vorinstanzen haben dies bejaht und die Klage abgewiesen. Das Oberverwaltungsgericht hat dabei (letztlich) offen gelassen, ob der  Kläger mit seiner Vermittlungstätigkeit eine Gewinnerzielungsabsicht verfolge und - zumindest mit einem Teil seiner Tiertransporte - einen Gewinn erziele.

In dem Revisionsverfahren kommt es insbesondere darauf an, wann eine solche Vermittlung von Hunden eine „wirtschaftliche Tätigkeit“ im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 darstellt und unter welchen Voraussetzungen ein innergemeinschaftlich Handel treibendes Unternehmen im Sinne von Art. 12 RL 90/425/EWG vorliegt. Da diese Fragen bislang  nicht geklärt sind und sich auch nicht zweifelsfrei beantworten lassen, hat der 3. Revisionssenat beschlossen, den EuGH um Vorabentscheidung zu ersuchen. Die Vorlagefragen sind als Anlage beigefügt. Bis zur Entscheidung des Gerichtshofs ist das Revisionsverfahren ausgesetzt.

BVerwG 3 C 2.13 - Beschluss vom 09. April 2014

Vorinstanzen: OVG Schleswig 4 LB 11/11 - Urteil vom 06. Dezember 2012
VG Schleswig 1 A 31/10 - Urteil vom 17. August 2011


Dem Europäischen Gerichtshof werden folgende Fragen zur Auslegung der

Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport (ABl Nr. L 3 S. 1)

und

der Richtlinie 90/425/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt (ABl Nr. L 224 S. 29)

zur Vorabentscheidung vorgelegt:

1. Ist es im Sinne von Art. 1 Abs. 5 VO (EG) Nr. 1/2005 ein Transport von Tieren, der nicht in Verbindung mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit durchgeführt wird, wenn dieser Transport von einem als gemeinnützig anerkannten Tierschutzverein durchgeführt wird und dazu dient, herrenlose Hunde an Dritte gegen ein Entgelt („Schutzgebühr“) zu
vermitteln, das

a) hinter den Aufwendungen des Vereins für das Tier, den Transport und die Vermittlung zurückbleibt oder diese gerade deckt,

b) über diese Aufwendungen hinausgeht, der Gewinn aber dazu dient,  ungedeckt gebliebene Aufwendungen für die Vermittlung anderer herrenloser Tiere, Aufwendungen für herrenlose Tiere oder andere Tierschutzprojekte zu finanzieren?

2. Liegt ein innergemeinschaftlich Handel treibendes Unternehmen im Sinne von Art. 12 RL 90/425/EWG vor, wenn ein als gemeinnützig anerkannter Tierschutzverein herrenlose Hunde nach Deutschland verbringt und an Dritte gegen ein Entgelt („Schutzgebühr“) vermittelt, das

a) hinter den Aufwendungen des Vereins für das Tier, den Transport und die Vermittlung zurückbleibt oder diese gerade deckt,

b) über diese Aufwendungen hinausgeht, der Gewinn aber dazu dient, ungedeckt gebliebene Aufwendungen für die Vermittlung anderer herrenloser Tiere, Aufwendungen für herrenlose Tiere oder andere Tierschutzprojekte zu finanzieren?

Quelle BVerwG 3 C 2.13 - Beschluss vom 09. April 2014:

P. e.V. - RA Leondarakis LL.M. & Koll., Göttingen - ./. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein - RA Weißleder & Ewer, Kiel -

Quelle und Link: http://zergportal.de/baseportal/tiere/News&Id==878

 

Frühjahrsgedanken März 2014

Liebe Podencorosa-Freunde,

wenn man nachts nicht schlafen kann, weil einem die Gedanken im Kopf nicht lassen, dann hab ich die Angewohnheit aufzustehen und es aufzuschreiben.


In diesem Fall ist es mir ein Bedürfnis es öffentlich mitzuteilen, weil es im Prinzip auch alle angeht, die in irgendeiner Form für ein Gelingen unserer so wichtigen Tierschutzarbeit mitwirken oder sich dafür interessieren.

Als ich Podencorosa e.V. mit meinen Freunden 2008 gründete, da war es der Idealismus, der uns und vor allem mich nach vorn trieb und wir viel Gutes für die armen Hundeseelen vollbringen wollten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieser Kleinhirn-Idealismus zu einem Lebensprojekt, ja zu einem Lebensgefühl, was viele hundert Menschen mitriss und uns ein Stück begleiten ließ oder diese Entwicklungsprozesse immer noch begleiten.

Podencorosa wollte da helfen, wo kein anderer mehr eine Chance sah, wo schutzbedürftige Hunde vor Gaskammern standen und wir sie mit großem Kraftaufwand, aber ohne behördlicher Hürden retteten und dies auch in die Welt hinausschrien. Mit einer handvoll engagierter Menschen arbeiteten wir unaufhörlich an diesen Aktionen und wurden nicht müde mit den selbstlosen Damen und Herren vor Ort in Südeuropa dieses Leid zumindest für einzelne Hunde zu lindern.


Dabei setzten wir unsere Hoffnung auf die Politik, die allein diese bestialischen Vorgänge stoppen könnte,und wollten unseren Beitrag für diejenigen leisten, die bis zu einer Lösung nicht sterben sollten.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir damals dachten, daß z. B. eine Insel wie Mallorca mit den vielen deutschen Tierschutzvereinen ganz schnell unter Kontrolle zu bringen sei und ahnten nicht, wie viele tausend Hunde in den Tötungsanlagen nachrücken würden. Ein Ende selbst heute nicht in Sicht!


Seit 2010 wachten auch unsere deutschen Behörden auf und versuchen seitdem im großen Stil jegliche Auslandstierschutzarbeit zu blockieren und die Auflagen für unsere Rettungsaktionen, für die Einfuhr dieser asylbedürftigen Hunde, die nichts anderes sich wünschen als die Chance auf ein artgerechtes Leben, nahmen stetig zu.


Die Angst, dass sich wohl Tierschutzhunde aus den europäischen Nachbarländern hier formieren und die Sozialämter stürmen könnten, uns etwas wegnehmen oder gar kriminiell werden, liess mich früher lächeln, doch heute nehme ich diese Angst Ernst, denn sie ist die bittere Wahrheit.... unsere Hunde werden entweder geliebt oder aber von vielen Gegnern, Tierärzten, Politikern, Züchtern usw. befürchtet.

 

Immer häufiger höre ich, dass die realen Bilder aus den Tötungsanlagen oder selbst Filmaufnahmen von den Verhältnissen auf den Strassen in Süd- und Osteuropa verharmlost oder als gestellt abgewunken werden. Das ehrenamtliche Engagement vieler tausend Tierschützer und das Leben eines Straßenhundes wird in die Handelsschiene systematisch eingegliedert! Ja, bald hat man uns Tierschützer zu Tierschutzhändlern degradiert und die Seele eines Hundes zur WARE Hund abgestempelt.

In unseren Herzen wird dies sicherlich nie so sein, aber das Bild in der Öffentlichkeit verändert sich und dennoch werden wir es nicht leid und die Situation in Rumänien zeigt sehr deutlich, wir werden nach wie vor gebraucht, mehr denn je. Auch wenn die breite Öffentlichkeit gern wegsieht, auch wenn sich viele blenden lassen und den Tierschutz als gefährlich und kontraproduktiv darstellen wollen, am Ende geht es auf der anderen Seite immer um das eigene Wohl, um den eigenen Geldbeutel!

 

Leider musste ich auch lernen, dass selbst in Tierschutzreihen FAIR PLAY ein Fremdwort ist und in eigenen Reihen menschentypisch gehackt und genutzt wird. Schulter an Schulter für ein Ziel zu kämpfen gelingt leider nur in Ansätzen und hört spätestens bei den Finanzen wieder auf. All dies hat unseren Verein geschwächt, geprägt und gestärkt. All diese Erfahrungen haben uns geformt und ein Bild nach außen transportiert.

 

Wenn ich auf den Sommerfesten unendlich viele ehemalige Tierschutzhunde in ihren neuenFamilien erlebe, dann weiß ich, es ist alles richtig und wende meinen Blick gern wieder in die Tötungslager und versuche der ein oder anderen Seele diese Chance, eines Tages mit der eigenen Familie unser Sommerfest zu besuchen, zu ermöglichen. Ist das nicht Lohn genug für uns Tierschützer?

 

Gestern hatten wir eine Schulklasse zu Besuch auf unserem Hundeschutzhof und eine Jugendliche fragte mich, warum ich den ganzen Tag die Hinterlassenschaften der Hunde entsorge und mir das noch Spaß macht! Ja, keine schöne Arbeit und ich könnte mir sicherlich andere Aufgaben vorstellen, aber sich selbst zu reduzieren, mit der nötigen Freude am Leben auf das
nächste Sommerfest zu warten und glückliche Hunde und Menschen zu sehen, daß ist es wert und dafür entsorge ich gern noch weitere hundert Hundehaufen täglich und freue mich sehr, dass dies meine ehrenamtlichen Kolleginnen und
Kollegen ebenso fühlen.

Podencorosa hat sich in den letzten Monaten stark verändert und ich denke nur zum Positiven. Ich bin sehr stolz auf die hohe Motiviation vieler neuer Kolleginnen und Kollegen und auch bin ich froh, dass wir "Alten" dies zulassen können und von dem Fahrtwind mitgerissen werden.


Der Hundeschutzhof, der nicht nur Garant für das Zuhause unserer geretteten Seelen ist, sondern auch das Spiegelbild unserer gesamten Arbeit der letzten Jahre, muss auch in Zukunft gesichert sein und nur wenn wir das schützen, können wir auch mit allen Auflagen und Hürden umgehen.

Unsere vielen Langzeitgäste haben hier einen Altersruhesitz gefunden, unsere Durchlaufhunde ein Sprungbrett in eine schöne Zukunft und die Menschen eine Anlaufstelle um die Ernte ihres Einsatzes zu erleben, ja....und ich ein Zuhause!


Der aktuelle Spendenaufruf ist nicht aus einer Laune entstanden, sondern wurde nach reiflicher Überlegung ins Leben gerufen. Der Eigentümer will definitiv in Zukunft diese Immobilie verkaufen. Es gibt noch keine konkreten Pläne für die
Umsetzung, aber es gibt sehr wohl ein Expose bei verschiedenen Maklern.

 

Unvorbereitet werden wir eines Tages vor der Entscheidung stehen......wohin mit unseren Hunden?


Der Gedanke zerreisst mir das Herz, unsere "alte" Ommi, unseren ängstlichen Blanquito oder viele andere vierbeinigen Freunde in die Tierheime der Region zu verteilen. So war auch nicht das Versprechen, was wir allen unseren Hunden gaben, als wir ihr Vertrauen und ihre Zuneigung einheimschten und sie dann am Ende im "Regen" stehen lassen.

Deshalb dieser Spendenaufruf an alle!


Wir wollen diese Zukunft für unsere Hunde sichern, denn viele unserer Podencorosa-Hunde haben nur diese und keine Alternative. Wir Menschen können für uns selbst entscheiden und überall neu
beginnen, aber ich bitte alle Freunde.....werbt für diesen EINEN EURO und ich bin mir sicher, in 2 - 3 Jahren könnten wir
dieses Ziel erreichen und hoffe sehr, dass uns diese Zeit bis dahin auch bleibt!

Für die Hunde


Dirk Vinkemöller